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Der Umgang mit Holz bedeutet für mich die Fortsetzung einer Tradition über mehrere Generationen.
 
Urban Kreutzbach wurde am 28.08.1796 in Kopenhagen als Sohn eines Käsehändlers geboren. 1828 gründete er in Borna seine Orgelbau-Werkstatt. Aus dieser Werkstatt gingen ca. 200 Orgelneubauten hervor, von denen auch heute noch viele erklingen. Er starb am 22.08.1868 in Borna.
 
 

Dessen Enkel, Georg Emil Müller, wurde am 11.10.1857 in Borna geboren und erlernte in der Orgelbauwerkstatt von Urban Kreutzbach den Beruf des Orgelbauers. Nach seinen Lehr- und Wanderjahren übernahm er 1887 die Bärmigsche Orgelbau-Anstalt in Werdau. Gotthilf Bärmig hatte den Beruf eines Orgelbauers ebenfalls bei Urban Kreutzbach erlernt. Georg Emil Müller erbaute 40 neue Orgeln, vorwiegend in Sachsen. Einige seiner Orgeln erklingen auch heute noch im sonntäglichen Gottesdienst. 1890 begann er neben Orgeln auch Harmoniums zu bauen. 1905 gab er den Orgelbau auf und widmete sich fortan nur noch dem Harmoniumbau. Er starb am 04.10.1928 in Pillnitz bei Dresden und wurde auf dem Werdauer Friedhof bestattet.
 

Sein Sohn, Georg Kurt Müller, wurde am 10.04.1884 in Borna geboren. Nach dem Besuch der Schreiner-Fachschule in Nürnberg übernahm er 1910 die Technische Geschäftsführung des elterlichen Betriebes. In den Folgejahren entwickelte sich die Firma Emil Müller Orgel- und Harmoniumbau zum größten europäischen Hersteller von Harmoniums nach dem Saugwind-Prinzip. Bereits 1927 hatten 60000 Instrumente das Werk in der Werdauer Pestalozzistraße verlassen. Nach dem Rückgang des Harmoniumbaus, in der Zeit der Weltwirtschaftskrise, wurde die Produktion von qualitativ hochwertigen Möbeln aufgenommen. In der Zeit des 2. Weltkrieges wurden Möbel und Ausrüstungsgegenstände überwiegend für die Wehrmacht produziert. Georg Kurt Müller wurde am 18.10.1945 von der sowjetischen Geheimpolizei verhaftet und am 29.12.1945 an einem bislang unbekannten Ort hingerichtet. Auf Antrag wurde er am 18.03.2002 durch die Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation rehabilitiert. Sein Betrieb wurde 1946 enteignet. Später umfirmiert als VEB Qualitätsmöbelwerke Werdau produzierte man in den 70er Jahren hier die begehrte "Werdauer Wand".
 
Dessen Sohn, Friedrich Müller, wurde 1919 in Werdau geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums und eines begonnenen Studiums in Dresden wurde er zum Arbeitsdienst und später zur Wehrmacht eingezogen. Nach Rückkehr aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft im Jahre 1948 erlernte er in der Tischlerei von Kurt Götze den Beruf des Tischlers. Später absolvierte er die Meisterschule und leitete einen Meisterbereich in der PGH "Friedrich Fröbel". Hier wurden die weltbekannten und pädagogisch wertvollen Werdauer Holzspielwaren hergestellt und in alle Welt verschickt. Bis zu seinem Tod im Jahre 1973 war er Betriebsdirektor der 1972 verstaatlichten PGH, die nunmehr ein Betrieb im VEB Kombinat Vero Olbernhau war.
 
Die Tradition der Werdauer Holzspielwaren wird heute in der Tischlerei der Familie Eberlein in der Werdauer Dr.-Külz-Straße weitergeführt.
 
Mein Vater, Gottfried Müller, wurde 1953 in Werdau geboren und studierte an der Ingenieurschule in Glashütte Feinwerktechnik. Durch einen glücklichen Umstand nahm er 1982 seine Tätigkeit im VEB Qualitätsmöbelwerke Werdau auf. In den Räumen des ehemals großväterlichen Betriebes arbeitete er bis zum Konkurs der Firma im Jahre 1993. 2005 war es ihm möglich, noch vorhandene Dokumente des Firmenarchives aus der Zeit vor 1945 zu übernehmen.
 
Ich wurde 1980 in Stollberg im Erzgebirge geboren. Bereits in frühester Kindheit interessierte ich mich für den Umgang mit Holz, erlernte jedoch den Beruf eines Gärtners im Garten- und Landschaftsbau. Meinen Betrieb führe ich seit 2007 als Einzelunternehmen.
 
Holz von Müller - Holz mit Tradition
 
Das Bild von Urban Kreutzbach wurde freundlicherweise vom Museum der Stadt Borna zur Verfügung gestellt.
Alle weiteren Bilder entstammen dem Firmenarchiv der Orgel- und Harmoniumfabrik Emil Müller.